Wege und Möglichkeiten

Verschiedene Möglichkeiten für Herzinfarkt-Therapie

Mehrere 10.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an einem akuten Herzinfarkt. Neben der direkten medizinischen Therapie sollte auch eine langfristige Behandlung erfolgen, um Langzeitschäden zu vermeiden.

Dass bei einem Herzinfarkt-Patienten jede Minute zählt, das lernt jeder Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses, denn ein Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Eine schnelle medizinische Therapie tut also Not, am besten erfolgt die schnellstmögliche Verlegung des Patienten in ein Krankenhaus, wo er auf einer Intensivstation optimal medizinisch betreut und versorgt werden kann. Bei der Therapie eines Herzinfarktes gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten. So geht es bei der Erstversorgung beispielsweise meist um eine Mischung aus Medikamenten, die schmerzlindernd wirken und die Blutgerinnung hemmen, sowie die Sauerstoffzufuhr. Das Hemmen der Blutgerinnung ist deshalb wichtig, weil bei einem Herzinfarkt ein Herzkranzgefäß blockiert ist und so die Blutversorgung des Herzmuskels unterbrochen wird.

Um einem Herzinfarkt-Patienten kurzfristig zu helfen, gibt es mehrere gängige Therapieansätze. In der sogenannten „Thrombolysetherapie“ beispielsweise verabreicht man dem Patienten ein Medikament, das dafür sorgt, dass die Blockade des Herzkranzgefäßes – der sogenannte Thrombos – aufgelöst wird, eine Therapiemöglichkeit, die besonders in den ersten Stunden nach dem Infarkt angewendet wird. Daneben gibt es aber auch noch die „Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie“. Dabei wird das Herzkranzgefäß geöffnet und erweitert, sodass das Blut wieder ungehindert fließen kann. Auch eine künstliche Vene, ein sogenannter Bypass, spielt in der Therapie von Herzinfarkten heute eine wichtige Rolle.

Wichtig ist bei einer erfolgreichen Therapie eines Herzinfarktes aber nicht nur die akute medizinische Versorgung. Auch Langzeit-Therapien sorgen dafür, das Risiko eines weiteren Infarktes zu verringern. Psychische Betreuung gehört dabei ebenso dazu wie eine Bewegungstherapie oder Hilfe bei der Umstellung der eigenen Lebensgewohnheiten, beispielsweise beim Essen. Denn Übergewicht ist einer der nicht zu unterschätzenden Risikofaktoren für einen Infarkt, ebenso wie Nikotin oder mangelnde Bewegung. Mit einem entsprechend aufgebauten Programm kann also auch ein Infarkt-Patient wieder nahezu vollständig gesund werden.